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Über

Viele Adjektive beschreiben den Beruf Lehrer. Wundervoll, vielschichtig, aufregend, herausfordernd und nicht zuletzt zeitintensiv sind nur wenige. Die meisten Lehrenden arbeiten weit über ein normales Arbeitspensum hinaus und vertiefen ihr extracurriculares Wissen nicht selten in der Freizeit. Immer neue Anforderungen, Veränderungen und Pflichten müssen gemeistert werden.

So ist der Beginn dieses Jahrtausends geprägt durch den Einzug der digitalen Medien in die Klassenräume. Gerade die Digitalisierung des Unterrichts erfordert eine große Investition an Zeit, um sich mit neuen Technologien vertraut zu machen sowie neue methodische Unterrichts-formen erschließen und unterrichten zu können.

Die Multiplikatoren der jeweiligen Landesinstitute versuchen in Workshops und Netzwerktreffen eifrig die Wissenslücken innerhalb der Lehrerschaft zu schließen, aber im Lehramtsstudium, dem Fundament für kommende Generationen, mangelt es weiterhin an Vorlesungen und Seminaren bezüglich digitaler Bildung. Dass sich in der Lehre noch zu wenig mit pädagogischen Konzepten zum digitalen Unterricht auseinandergesetzt wird, habe ich selbst erlebt.

Während meines Lehramtsstudiums der Fächer Englisch, Geschichte und Erziehungswissenschaften für die Sekundarstufe II konnte ich aufgrund mangelnden Angebotes nicht ein Seminar mit dem Schwerpunkt digitale Medien im Unterricht belegen – zum Thema Inklusion übrigens auch nicht. Aus diesem Grund nahm ich die Sache selbst in die Hand, erschuf lehrimpuls.de mit der Intention die regionalen Lehrer mit Schulungen und Impulsen zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht zu unterstützen, schulte auf freiwilliger Basis Kommilitoninnen und Kommilitonen fortan selbst und hielt Vorträge und Workshops für diverse Landesinstitute, Universitäten und Schulen als Referent für Medienpädagogik und Bildungstechnologien. So zog es mich immer weiter in die Richtung der Erwachsenenbildung. Beruflich führte mich diese Entwicklung zunächst für einige Jahre zu Apple. Meine Berufung sah ich aber immer im pädagogischen Bereich und inzwischen bin ich als medienpädagogischer Leiter eines überregionalen Schulträgers in Niedersachsen und Saschen-Anhalt tätig, wo ich viele Schulen bei ihrer Entwicklung im Hinblick auf Medienpädagogik und Digitalisierung unterstützen darf. Lehrimpuls.de blieb über all die Jahre bestehen und so versuche ich auch heute noch durch regelmäßige Rezensionen von Hard- und Software sowie Neuigkeiten rund um das Thema „digitale Bildung“ meinen Teil zur Digitalisierung der Bildungslandschaft beizutragen – auch auf Workshops und Fortbildungen bin ich noch häufig anzutreffen.

Ich glaube, dass analoge sowie digitale Lernformen gleichermaßen ihre pädagogische Daseinsberechtigung haben und verschmelzend ineinandergreifen sollten, um Schüler und Lehrer gezielt zu unterstützen. Mit meinem Ziel technologische Entwicklungen und Trends auf ihren pädagogischen Gewinn zu prüfen, Hard- und Software leicht verständlich zu vermitteln und vielseitige Impulse für den digitalen Unterricht zu geben, will ich allen Lehrern und Schülern die Chance eröffnen, die noch weniger verbreiteten Vorteile digitaler Medien im Unterricht einfach nutzen zu können. Ich bin überzeugt davon, dass lehrimpuls.de den digitalen Lehrer-Alltag erleichtert und hoffe, dass diese Homepage weiterhin die bisherige hohe Leserschaft genießen darf.

Mein Bildungsideal und warum ausgerechnet das iPad?

Die Bildung und das damit einhergehende Bildungsideal werden stets durch ihren kulturellen und geschichtlichen Kontext geprägt. Sie sind eine Frage von gesellschaftlichen Präferenzen und schauen auf eine lange Historie zurück. Unausweichlich ist dabei ihre veränderliche Natur, welche gerade im schnelllebigen 21. Jahrhundert den Begriff Bildung schwer greifbar macht. An der Schwelle vom 18. zum 19. Jahrhundert noch fest durch Humboldt mit der „akademischen Freiheit“ und „Einheit von Forschung und Lehre“ definiert, wird Bildung heutzutage häufig in einem Satz mit Flexibilität, Individualität und Innovation genannt.

Für mich stellt Bildung die Erweiterung der kulturellen, kognitiven, lebenspraktischen sowie personalen und sozialen Fähigkeiten dar, welche zu einem reflektierten Verhältnis zu sich und seiner Umwelt führen. Meiner Meinung nach sollten diese Kompetenzen durch eine hohe intrinsische Motivation in Form von Entdecken, Erkennen und Erschaffen erreicht werden. Dafür benötigt es motivierende und begeisternde Unterrichtsmaterialen, allem voran aber enthusiastische Vorbilder, welche die Faszination für das Lesen, Grübeln und Ausprobieren zu nutzen wissen.

Es ist unumstritten, dass für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von digitalen Medien eine in­hä­rente Attraktivität ausgeht. Die gegenwärtige Schülergeneration wächst als „digital native“ auf und ist dieser Anziehungskraft bereits seit Geburt ausgesetzt. Aus diesem Grund muss es Teil der Schulbildung sein, sich den digitalen Medien anzunehmen, sie kritisch zu hinterfragen und aktiv zu benutzen.

Ich habe mir zu diesem Zweck ein Produkt aus der Lebenswelt der Schüler ausgewählt – das iPad von Apple. Einfachste Bedienung, minimale Ausfall- und Wartungsraten sowie ein sich stetig erweiterndes Bildungsangebot machte mir die Entscheidung leicht. Ob papierfreie Schule, kollaboratives- oder ortsungebundenes Lernen oder für einen der vielen weiteren Vorteile dieses Tablets – egal aus welcher Motivation heraus das iPad in der Schule eingesetzt werden soll, mit diesem Blog möchte ich Impulse für eine pädagogisch wertvolle Integration geben.

Und was ist mit der Gleichstellung?

Ich befürworte die Geschlechtergleichstellung, dennoch verzichte ich aufgrund der besseren Lesbarkeit überwiegend auf geschlechtsneutrale Formulierungen.