Wir hoffen, dass die Mehrheit der Lehrkräfte Notability schon auf dem iPad, iPhone oder Mac installiert hat und regelmäßig nutzt. Für alle, die es bisher geschafft haben diese glorreiche App zu umgehen, ist diese Rezension eine Pflichtlektüre.

Die Idee für Notability ist den Gründern von Gingerlabs bereits im frühen Februar 2010 bei einem Apple-Meeting in Palo Alto in den Sinn gekommen und ihr Produkt hat seitdem eine steile Karriere hingelegt. Sie wurde 2013, 2014 und 2015 zur meistverkauften Produktivitäts-App im App Store gekürt. In Interviews bekräftigen die Angestellten häufig ihre starke Affinität zum digitalen Lernen. Dass Schüler, Studenten und Lehrer von ihrem Produkt profitieren sollen, ist unverkennbar, wird es doch mantraartig stets wiederholt.

Notabilitys Einsatzzweck ist in erster Linie das Verwalten und Verfassen von Dokumenten und Notizen. Lehrer können mit dieser Wunderwaffe aber auch Tafelbilder entwickeln oder Aufsätze korrigieren und das ganze sogar digital und mit Handschrift. Bei uns kommt seit neuestem der Apple Pencil zum Einsatz und nie gelang die digitale Handschrift besser als jetzt. Die Grenzen von digitaler und analoger Welt verschmelzen unmerkbar und das ist in unseren Augen das höchste Ziel aller Bildungstechnologien – die Vorteile von beiden Welten zu nutzen, denn jede Welt hat ihre pädagogische Daseinsberechtigung.

Durch die handschriftliche Eingabe können endlich auch Matheaufgaben gelöst oder Zeichnungen kreiert werden, was Notability als Werkzeug für jedes Unterrichtsfach qualifiziert, da sich mit der App nun das Papier aus Heft oder Bogen vollständig ersetzen lässt. Zusätzlich können Bilder, Audio- und Videodateien in die Dokumente eingesetzt werden.

Die Möglichkeit der Synchronisation besteht zwar theoretisch über die iCloud, aber die meisten Kultusministerien empfehlen, ausschließlich mit Dienstleistern zusammenzuarbeiten, die ihren Sitz im Geltungsbereich der EU-Datenschutzrichtlinie haben und damit ist dieser Funktionsumfang für die Mehrheit der deutschen Schulen hinfällig. Als Alternative empfiehlt sich, seine Daten per deutschem Emailanbieter als native oder Pdf-Datei an sich selbst zu verschicken und so für Sicherungskopien zu sorgen. Für Schulen, die IServ nutzen, bietet Notability die Unterstützung über WebDAV und kann so noch umfangreicher genutzt werden.

Der Preis von derzeit 5,99€ für die iPad und iPhone App ist für diesen riesigen Funktionsumfang mehr als gerechtfertigt und wir empfehlen jedem, der die App noch nicht kennt oder nutzt, auf den unterstehenden Link zum App Store zu klicken und diesen Umstand umgehend zu ändern.
 

 
 

 

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